über mich
Als bildende Künstlerin lebe und arbeite ich im Süden von Paris. Nach meinem Studium der Freien Kunst und Kunstpädagogik in Deutschland und jahrelanger Lehrtätigkeit für Literatur in Frankreich hat die Malerei ganz selbstverständlich ihren zentralen Platz in meinem Alltag eingenommen.
Meine Arbeit wurzelt in der Geografie und dem Gedächtnis von Orten. Auf Spaziergängen durch Wälder oder während meiner Reisen sammle ich Rinden, Beeren, Blätter, Kerne und Mineralien, um daraus im Atelier eigene Pflanzenfarben und Farbbäder herzustellen. Jedes Werk auf Rohleinen, Papier oder feiner Leinenétamine wird so zu einem lebendigen Archiv einer bestimmten Landschaft und bewahrt das Licht, das Klima und die Jahreszeit seiner Herkunft.
Visuelle Intuition und das Spiel mit dem Material leiten meinen Entstehungsprozess. Ich lasse flüssige Pflanzenfarben organisch in die ungrundierten Fasern einziehen, wodurch zarte, transparente Farbgründe entstehen. Darauf antworte ich mit tiefen, mattschwarzen Tintenformen, die als mineralischer Anker im Raum wirken. So entsteht ein ständiges Zusammenspiel zwischen den unvorhersehbaren Rhythmen der Natur und der bewussten Setzung der malerischen Geste.
Von Arbeiten auf Keilrahmen bis hin zu frei im Raum schwebenden Textilinstallationen erkundet meine Kunst die Schwelle, an der sich die Spuren einer Landschaft dauerhaft in die Materie einschreiben. Durch Einblicke in mein Atelier teile ich diesen Weg, von der langsamen Gewinnung der Naturpigmente über die Rauheit der Textilien bis hin zur Balance aus Bewegung und Ruhe.

